Landesliga Südwest: TSV-Gastgeber kämpft ums Überleben

 
  Nicht mehr aus der ersten Mannschaft wegzudenken: Johannes Geiß (rechts), hier im Zweikampf mit Florian Siegwart vom TSV Mindelheim. Foto: Klaus Jais

13. April 2013 | von Klaus Jais

Nördlinger müssen am Sonntag zum Tabellenvorletzten SV Manching

Vor zwei Auswärtsspielen in Folge stehen die Fußballer des TSV Nördlingen. Den Anfang macht am morgigen Sonntag (Spielbeginn 15 Uhr) das Spiel beim SV Manching (17. der Tabelle), ehe dann am Mittwoch das Nachholspiel bei der SpVgg Kaufbeuren (13.) ansteht.

Die morgigen Gastgeber belegen zwar den vorletzten Platz, doch der Abstand zu den beiden Relegationsrängen beträgt nur vier beziehungsweise sechs Punkte. Die Problemzone der Mannschaft aus dem Landkreis Pfaffenhofen/Ilm ist der Angriff, der bisher nur 28 Treffer erzielen konnte. Es stehen zwar 15 verschiedene Spieler in der internen Trefferliste, doch die Ausbeute der beiden torgefährlichsten Spieler Tobias Hofmeister (4 Tore) und Giorgi Tsiklauri (3) ist bescheiden. Andererseits scheint die Defensive mit 40 Gegentoren durchaus stabil zu sein. Zum Vergleich: Nördlingen hat auch bereits 38 Gegentore kassiert. Das Hinspiel endete mit einem 1:0-Sieg der Rieser.

 

Trainerwechsel bringt neuen Schwung

In diesem Jahr wechselten bislang Licht und Schatten. Am vergangenen Mittwoch gab es bei der 0:2-Niederlage im Abstiegsdirektduell in Durach einen Rückschlag, denn zuvor wurde ein 0:0 in Memmingen erreicht und das Heimspiel gegen Kaufbeuren 3:1 gewonnen. Seit Oktober letzten Jahres ist Uwe Neunsinger der Trainer der Manchinger. Der Verein einigte sich mit dem Übungsleiter, der auch schon den TSV Rain und die TSG Thannhausen coachte, auf einen längerfristigen Vertrag bis Saisonende 2013/14. Nach acht Niederlagen in zwölf Spielen hatten sich der SVM und er damalige Trainer Sandi Gusic im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Doch das Krisengebiet konnte der SVM auch unter dem neuen Coach nicht verlassen.

Nach dem 5:0-Sieg über die TSG Thannhausen meinte Nördlingens Coach Karl-Heinz Schüler: „Wir waren die bessere Mannschaft und haben schöne Tore gemacht, da waren keine Gurken und Kartoffeln dabei. Nach dem 3:0 haben sich die Gäste fast schon ihrem Schicksal ergeben.“ Thomas Deubler, der sportliche Leiter beim TSV, hat die grandiose Leistung der Mannschaft nur in den letzten 20 Minuten erlebt. Nicht, weil er nicht zugegen war, sondern weil er ernsthafte Gespräche mit möglichen Neuzugängen führte. „Wir wollen grundsätzlich alle Spieler halten, ich hoffe, dass bis in spätestens zwei Wochen die Zusagen der momentanen Spieler vorliegen. Doch die Kader der beiden Mannschaften sollen in der Breite größer werden. 16 bis 17 Feldspieler für die Landesligamannschaft ist das Ziel“, erklärt Deubler, der auch für die zweite Mannschaft einen wettbewerbsfähigen Kader haben möchte: „Dann können die Trainer auch taktisch variabler spielen.“ Beeindruckt zeigte sich Deubler von der Leistung von Johannes Höhenberger in der Viererkette: „Man muss bedenken, dass er über ein Jahr nicht mehr gespielt hat und jetzt eine andere Position spielt als vor seiner Verletzung.“

In Manching erwartet Deubler einen Riesenkampf: „Die werden Vollgas geben und natürlich unsere Leistungsträger ausschalten wollen. Spieler wie Oefele, Meyer, Haller und die Hensolt-Zwillinge haben inzwischen in der Liga einen guten Namen.“

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